Karin Moser
Vogel
«Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.» (Maria Montessori)

 

Geboren 1980 in Zürich, verheiratet und Mutter von 2 Kindern (11 & 16), welche beide die Schule in Würenlingen besuchen.

Ich bin sowohl in der Schweiz als auch in Israel, dem Heimatland meiner Mutter, aufgewachsen. Als Kind und Teenager (und nicht immer beste Schülerin), welche in zwei Ländern und zwei unterschiedlichen (Schul-)Kulturen so wichtige Phasen wie den Schulbeginn und die Teenagerzeit erleben durfte, habe ich bereits früh ganz persönlich gelernt, wie wichtig die jeweiligen Lehrpersonen für die schulischen Leistungen und die persönliche Entwicklung eines Kindes und heranwachsenden Erwachsenen sind.

Ein Lehrer ist einer der wichtigsten Bezugspersonen für das Kind für mehrere Jahre und sollte Vorbild, Unterstützer, Förderer und «Forderer» in ausgewogenem Masse sein. Die Lehrperson hat massgeblichen Anteil an den ersten Schritten in die Erwachsenenwelt eines Kindes!

Nach der Geburt meines Sohnes im Jahr 2004 habe ich mich dem Personalbereich zugewandt, und mehrere Jahre sowohl in der Personalvermittlung als auch als Personalleiterin gearbeitet.  Zuerst unbewusst und aus Neugier in diesem Bereich gelandet, habe ich schnell gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen sehr am Herzen liegt.

Die Möglichkeit, Menschen auf irgendeine Art helfen zu können, ihnen Chancen geben oder diese Chancen und den Weg dazu zumindest aufzeigen zu können, motiviert mich und bereitet mir bis heute grosse Freude.   

2010 hat sich dann die Chance ergeben, gemeinsam mit der ganzen Familie ein neues Abenteuer zu starten und unseren Wohnort und Lebensmittelpunkt nach Israel zu verlegen. Als Mitarbeiterin eines Anwaltsbüros, welches auf die Betreuung von Holocaustüberlebenden spezialisiert ist, hatte ich auch hier täglich viele Möglichkeiten, meine Empathie und mein Verständnis für Menschen in schwierigen Situationen anwenden zu können.

Mein Sohn wurde in Israel eingeschult und besuchte dort die erste bis dritte Klasse, und meine Tochter kam in den Kindergarten. Ich habe also auch die Veränderungen und Eigenheiten in diesem Schulsystem, verglichen mit meiner Schulzeit dort, persönlich und direkt erleben dürfen, und viele Erfahrungen mitgenommen.

Nach 3 Jahren Aufenthalt in unserer zweiten Heimat Israel, leben wir nun seit Anfang 2013 in Würenlingen.

2014 habe ich die Chance erhalten, die Leitung der Aufgabenhilfe im Dorf übernehmen zu können. In den fast 6 Jahren bis zu meinem Austritt im Herbst 2020 durfte ich meine Ideen und Lehransätze weitestgehend umsetzen und vor allem viele wunderbare Schüler/innen aller Altersstufen 3 Mal wöchentlich begleiten, kennenlernen, helfen, unterstützen, belehren und zuhören.

Ich habe in diesen Jahren viel gelernt, unter anderem noch besser hinzuschauen, zuzuhören und zu fühlen.

Eine Win-win-Situation, von welcher sowohl die anfangs knapp ein Dutzend, zum Schluss gegen 50 Schüler, als auch ich persönlich, viel profitieren konnten.  

In meiner Freizeit liebe ich es zu reisen und verschiedene Kulturen zu entdecken. Kochen (und essen…) sind meine Leidenschaften. Das Fördern und Fordern von Kindern und Jugendlichen, das Bieten und Aufzeigen von Chancen, sowohl im privaten Bereich als auch im Rahmen meiner Nebentätigkeit als Nachhilfelehrerin, ist und bleibt meine Lebensaufgabe, welche ich weiterhin mit viel Liebe und Respekt ausführe.

Ich freue mich auf die neuen Aufgaben im Dorf als Mitglied des Elternvereins Würenlingen!

Auf eine neue, erfolgreiche und neugierige Zeit!